Lange Zeit nutzte ich für meine Unboxing-Videos, Produktfotografie oder Flatlay-Fotos zwei Softboxen von Walimex (Walimex-Daylight-Set 250). Das Set war damals – meiner Meinung nach – in Sachen Preis/Leistung unschlagbar.

Nach dem Umzug in meines neues Homestudio störte mich allerdings immer öfter die Größe des Sets. Die Softboxen sind mit 40x60cm natürlich Garant für super weiches Licht, nehmen aber auch viel Platz in Anspruch. Des weiteren war ich immer einmal wieder auf der Suche nach noch mehr Lichtausbeute.

Es war schnell klar: Die Walimex-Lichter, welche mit Tageslichtlampen (Birnen) betrieben werden, sollen durch LEDs ersetzt werden. Von Aputure bis zur günstigen Noname Marke aus China gab es eine große Auswahl.

Yongnuo YN-600

Ein Favorit kristallisierte sich schnell heraus: Der Yongnuo YN-600 Air mit einer Farbtemperatur von 5500K. Ich bestellte mir zwei Stück davon. Die folgenden Punkte zeigen euch auch gleich warum:

Der YN600 hat eine eingebaute Diffusor-Platte, welche nicht nur gut aussieht, sondern das Licht direkt weicher werden lässt. Er hat ein 1/4 Zoll Gewinde an der Unterseite, an der ihr ihn auf ein Stativ schrauben oder den mitgelieferten (!) Halter verwenden könnt. Mit 22mm in der Breite (ohne Akku) ist der Yongnuo extrem slim und lässt sich auch super mitnehmen.

Ich verwende das LED Licht mit Patona NP-F550 Akkus, die für meine Zwecke voll ausreichen. Natürlich könnt ihr auch leistungsstärke Akkus kaufen oder den vorhandenen Netzanschluss nutzen.

Das Licht

Das Licht, dass der Yongnuo YN600 abliefert ist großartig. Man könnte ihn schon fast als Baustrahler einsetzen, so hell ist er. Die Räder auf der Hinterseite lassen einem viel Spielraum von 0 – 99, um das Licht zu dimmen.

Vergleich von Walimex und Yongnuo

Ein direkter Vergleich von LED und normaler Birne ist denk ich nicht ganz fair. Trotzdem habe ich – bevor die Walimex in der Bucht verkauft wurden – ein Bild mit Walimex Daylight und eines mit Yongnuo YN600 (jeweils ein Licht links und rechts auf ca. 45 Grad von oben) erstellt.

Die Kameraeinstellungen sind bei beiden Bildern identisch (f8, 1/100, ISO100). Keine RAW-Bearbeitung oder Retusche. Überzeugt euch also selbst:

 

Maße und Gewicht

Der Yongnuo YN600 Air mit den NP-F500 wiegt gerade einmal 900g. Das ist meiner Meinung nach nicht zu toppen in dieser Größe und Bauart. (Wer größere Akkus nutzt, bekommt natürlich auch ein paar Gramm mehr Gewicht).

Breite: 32cm. Höhe: 24cm. Tiefe: (mit Akkus) ca. 3cm.

liEferumfang

Für den günstigen Preis, hätte ich eigentlich nur den YN600 selbst erwartet. Aber in der Verpackung war außerdem der oben erwähnte Handgriff  und eine passende Tasche.

Mein Aufbau

Ich habe mir für die stationäre Version einen eigenen, kleinen Aufnahmetisch gebaut. Auf der linken Seite habe ich den YN600 mit einem kleinen Kugelkopf auf dem Handgriff befestigt und diesen auf das Stativ gesteckt. Somit kann ich ihn flexibel bewegen.

Für noch mehr Flexibilät hab ich auf der rechten Seite einen Mikrofonarm montiert, der mit knapp 16,- Euro das wohl größte Schnäppchen des vergangen Jahres war/ist. Auf diesem Ständer hängt der zweite YN600. Diesen kann ich durch den faltbaren Arm hin und herschieben wo und wie ich ihn benötige.

Alles was ihr in meinem Aufbau sehen könnt, hab ich in den folgenden Links zusammengefasst:

Mehrere Varianten DES YN600

Den Yongnuo YN600 Air gibt es in verschiedenen Varianten. Folgend eine kleine Auflistung, was mir an Unterschieden aufgefallen ist:

Wem die YN600 zu groß sein sollten, der kann sich einmal die YN-300 ansehen, die mit nichtmal 40 Euro ja fast geschenkt sind und natürlich etwas weniger Licht bieten.

Dominik Geisler

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