Ca. 1 Jahr ist es her, seitdem ich von Christian Adams eine Nachricht im Postfach meiner Facebookseite hatte. Ich weiß nicht mehr um was es ging, jedoch sind wir seitdem Online-Freunde und schreiben immer mal wieder miteinander. Entweder um uns zu beraten und informieren oder einfach dem jeweils anderen seine neuesten Fotos zu präsentieren. Christian hat einen super Youtube-Channel und auch seine Facebook Fan Seite wächst und gedeiht (mehr dazu weiter unten). Heute möchte ich Christian etwas genauer vorstellen, weshalb wir ein kleines Interview geführt haben. Lest und seht selbst:

  • Christian, wer bist du und wie bist Du überhaupt zur Fotografie gekommen?

Ich bin Christian Adams, bin 1987 geboren und komme aus dem nördlichen Saarland. Ich bin ziemlich Technik-interessiert und habe schon immer viel am Rechner ausprobiert. Irgendwann bin ich dann beim Webdesign gelandet und darüber dann auch irgendwann eben bei Photoshop. Irgendwann kam der Tag, wo ich dieses Wissen im Umgang mit Grafikprogrammen auch mal anders anwenden wollte – und weil ich bei Facebook oft über wirklich coole Bilder von Hobbyfotografen „gestolpert“ bin, dachte ich mir: „Das ist doch genau das Richtige“. Der Gedanke war noch nicht richtig gefasst, schon trudelte am nächsten Tag meine erste Kamera ein – eine Nikon D3100. Ich wollte erstmal schauen, ob mir das überhaupt liegt. Das ganze ist jetzt ca. 3 Jahre her.

Seit dem kaufte ich mir Bücher, schaute mir auch selbst Tutorial-Videos auf Youtube an und lernte so immer mehr den Umgang mit der Kamera und verinnerlichte auch neue Techniken in Photoshop bzw. der Bildbearbeitung.

  • Was fasziniert dich an der Fotografie?

Fotografie bietet die Möglichkeit der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen. Es gibt kein falsch und auch kein richtig. Es gibt nur das, was einem selbst gefällt. Fotografie ist aber auch Technik pur. Im Zeitalter der Digitalkameras spielt ein falsch belichtetes Bild keine Rolle mehr im Geldbeutel. Man macht es einfach noch einmal. Und wenn einem etwas nicht im Bild passt, dann kann man es in der Nachbearbeitung retuschieren und so hin biegen wie man es gerne hätte. Einige sagen diesbezüglich, dass jemand dann ein guter Fotograf ist, wenn er möglichst wenig in der Nachbearbeitung machen muss. Ich hingegen sage: Wer die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters nicht nutzt, der vergibt die Chance aus einem guten Bild, ein sehr gutes zu machen.

  • Wie kam es zur Idee für Online-Tutorials?

Wie schon erwähnt habe ich zu meiner Anfangszeit auch viele solcher Tutorial angesehen. Mir gefiel die Art des Lernens. Bücher hatte ich zwar auch, aber ein Video ist viel persönlicher und auch näher am Geschehen. Man lernt viel schneller. Schon in der Schulzeit hatte ich auch gemerkt, dass ich ziemlich gut erklären kann. Ja, und diese Fähigkeit sowie die Begeisterung für das Format Youtube führten dann zunächst zum eigenen Youtube-Kanal mit mittlerweile über 300 Videos rund um die Fotografie sowie meiner Website caphotos.de

  • Wie sieht ein Tag in deinem Leben (bezogen auf Foto & Video) bei dir aus?

Das muss ich etwas aufteilen in 2 Jahreszeiten. Ich studiere Medizin und habe daher während der Vorlesungszeiten und Klausurphasen natürlich weniger Zeit. Bisher bekomme ich das aber alles gut unter einen Hut. Sind Semesterferien nutze ich die etwas größer bemessene Freizeit natürlich voll aus. Im Grunde denke ich täglich über neue Videos nach, in denen ich anderen etwas beibringen kann – sei es in Photoshop, Lightroom oder der Fotografie selbst. Sie die Gedanken abgehakt, schnappe ich mir meine Kamera und dann wird gedreht und anschließend geschnitten. Mittlerweile geht das deutlich schneller als am Anfang – man bekommt eine gewisse Routine darin.

Selbstverständlich wird auch viele fotografiert. Einige meiner Arbeiten gibt es ja auch in meinem Portfolio zu sehen.

  • Hast du Vorbilder, die deine Arbeit beeinflussen?

Ich finde den Begriff Vorbild hier schwierig. Das klingt eher so, als würde ich beruflich fotografieren. Ich würde die Frage umformulieren: „Wer inspiriert mich?“ –

  • Wie würdest Du Deinen Stil beschreiben?

Spontan. Ich mache mir selten großartig Gedanken über das was ich fotografieren will oder wie ich das dann tue. Klar: Ich muss mir vorher überlegen, was ich mitnehme. Vor Ort bin ich dann aber eher spontan. Und das finde ich auch das gute an der Fotografie.

Hell. Meine Bilder sind immer farbenfroh und hell, selten entsättigt oder dunkel.

  • Hast du ein Foto bzw. ein Projekt, auf welches du besonders stolz bist?

Ja. Vor kurzem habe ich mein erstes Videotraining veröffentlicht – „Lightroom lernen von A-Z“. Das war ein großer Wunsch in der letzten Zeit, so etwas einmal umzusetzen. Das erste Feedback ist überwältigend und das macht mich ziemlich stolz. Es gibt Hobbyfotografen, die legen auf meine Meinung großen Wert. Und es gibt Leute, die setzen eine Art Vertrauen in mich, wenn sie meine Youtube-Videos ansehen. Sie vertrauen mir, dass ich ihnen etwas beibringen kann. Und das finde ich klasse, dass ich mir da schon einen gewissen Ruf aufgebaut habe – dank der zahlreichen Zuschauer und „Fans“ – wenn man das mal so nennen darf.

  • Du darfst dir eine Person für ein Portrait aussuchen – Wer wäre das?

Hm, interessante Frage. Ich kann da keine bestimmte Person nennen. Ich würde mich aber generell freuen, wenn ich mal eine bekannte Persönlichkeit fotografieren könnte. Am liebsten eine bekannte Schauspielerin.

  • Welche Ausrüstung benutzt du? 

Seit ein paar Wochen nutze ich nun die Nikon D610. Bin also auf Vollformat umgestiegen. Als Zweibody habe ich nach wie vor meine D7000. Meine erste Kamera, die D3100 habe ich beim Wechsel auf die D7000 verkauft.

Als Linsen verwende ich am liebsten meine 50mm f/1.8 Festbrennweite, die aber denke ich in naher Zukunft noch Gesellschaft vom 85mm f/1.8 bekommen wird. Außerdem begeistert mich immer wieder das Tamron 70-200mm f/2.8. Zum Filmen verwende ich meistens das Tamron 28-75mm f/2.8.

Ich könnte jetzt so viele Kleinteile aufzählen, das würde zu weit führen. Neben Available Light fotografiere ich aber auch sehr gern in meinem Heimstudio, welches im Grunde schon voll ausgerüstet ist mit Studioblitzen und Lichtformern.

  • Kann man dich buchen? Wenn ja, wie erreicht man dich? 

Klar. Shootings können jederzeit bei mir gebucht werden. Wer mich erreichen möchte, tut dies am besten über meine Website caphotos.de.

  • Und jetzt: ein paar Fotos aus deinem Portfolio? 

20140331_2139-CAP-0450-PS

20140308_1750-CAP-0448-PS

20140319_1819-CAP-0317-PS

20140331_1613-CAP-0134-PS

Dominik Geisler

Ich blogge über Design und Fotografie. Poste meine eigenen Projekte. Schreibe Tipps, Tutorials, Rezensionen und teste Produkte.